Ein Europa – eine Nummer: 112

Urlaub am Strand in Spanien, mit dem Auto unterwegs in Österreich zum Skifahren, Klettern in den Bergen in Italien. Plötzlich passiert es. Ein Notfall oder ein Unfall. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie die Notrufnummer in Ihrem Urlaubsort oder in dem Land ist, in dem Sie sich gerade aufhalten ? Die Antwort ist ganz einfach – nur wissen es die wenigsten Deutschen: 112 – und das in ganz Europa.


Gruppenbild mit Vertretern der Hilfsorganisationen, die mit der “112” alarmiert werden (Foto: T. Grosser)

Die Einführung der europaweit einheitlichen Notrufnummer wurde bereits im Juli 1991 beschlossen. Dabei wurde festgelegt, dass unter der Notrufnummer 112 in allen EU-Mitgliedsstaaten die Bürger/innen die Möglichkeit erhalten, gebührenfreie Notrufe durchführen zu können. Mittlerweile ist sichergestellt, dass Hilfesuchende in Europa unter der einheitlichen Notrufnummer 112 die Notrufzentralen der Rettungsdienste, Feuerwehr oder Polizei über Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse erreichen. Allerdings wissen in Deutschland nur 17 Prozent (Eurobarometer, 2013) der Bürgerinnen und Bürger, dass die 112 europaweit gilt. Im EU-Durchschnitt sind es immerhin 27 %.

“Was somit vor über 20 Jahren begann, hat sich zu einer europäischen Erfolgsgeschichte entwickelt: Statt über mehr als 40 unterschiedliche nationale Notrufnummern sind in der EU die Notrufzentralen heute über eine gemeinsame Nummer erreichbar: 112.” so der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss, Stefan Meuter. “Um die in Europa geltende Notrufnummer 112 bekannter zu machen, wurde auf Initiative des Europäischen Parlaments der Tag des europaweiten Notrufs 112 am 11.2. ins Leben gerufen.”

Ob bei Feuer, Unfall oder anderer Notlage: Deutschlands Feuerwehr- und Rettungs-Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe.

Ergänzende Informationen: Was tun im Notfall?

Bleiben Sie ruhig und wählen Sie den Notruf 112. Das Gespräch mit den europäischen Notrufzentrale orientiert sich an den 5 W-Fragen:

1. Wo ist es passiert?

Eine genaue Ortsangabe (Ort, Straße, Haus- nummer usw.) erspart unnötiges Suchen und ermöglicht schnellstmögliches Eintreffen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei.

2. Was ist passiert?

Beschreiben Sie den Notfall kurz. Daraus kann die Notrufzentrale die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen ableiten.

3. Wie viele Verletzte?

Die Anzahl der Verletzten ist für die Organisation der Rettungsmittel wichtig.

4. Welche Arten von Verletzungen?

Weisen Sie auf lebensbedrohliche Verletzungen besonders hin, damit ggf. ein Notarzt entsandt wird.

5. Warten Sie auf Rückfragen!

Legen Sie nicht auf. Die Notrufzentrale möchte ggf. weitere Einzelheiten erfragen.

 

 

Über den Autor

Das könnte Sie auch interessieren