Überfall in Meerbusch: Erste Spurenauswertung bestätigt Tatverdacht

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei im Rhein-Kreis Neuss

Wir berichteten mit unseren Pressemitteilungen vom 11.02.2015 und 13.02.2015 von einem Überfall auf eine Frau in Meerbusch. Im Laufe der Ermittlungen hatten sich erhebliche Verdachtsmomente gegen einen 52 Jahre alten Mann ergeben. Wie bereits berichtet, hatte sich der Verdächtige in einem anderen Bundesland mit einer Schusswaffe am 12.02.2015 das Leben genommen. Die eingerichtete Ermittlungskommission “Meer” hatte umfangreiche Spurensicherungsarbeit betrieben und frühzeitig Experten der Operativen Fallanalyse (Landeskriminalamt Düsseldorf) in die Ermittlungen einbezogen.

Inzwischen liegen die ersten Ergebnisse der Spurenauswertung vor, die einen Tatverdacht gegen den 52-Jährigen erhärten: Im Rahmen der Untersuchungen wurden DNA-Spuren des Opfers im Kleinbus an den Sitzen des Verdächtigen festgestellt. Deshalb ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um das Tatfahrzeug handelt. Zudem haben weitere DNA-Auswertungen zutage gebracht, dass sich am Körper des Opfers Spuren des Tatverdächtigen befunden haben. Schließlich stellte die Polizei im Innenraum des vom 52-Jährigen genutzten (und in der Nähe zum Todesort aufgefundenen) Kleinbusses Fesselmaterial sicher, das zu den Schilderungen des Opfers passt. Auch technische Einzelheiten im Wageninneren stimmen mit den Angaben überein.

Die Ermittlungskommission “Meer” hat Hinweise darauf, dass der Verdächtige sich bereits vor der Tat auf bislang unbekannte Art und Weise Zugang zum Haus an der Moerser Straße verschafft hatte. Anhand von Videoaufnahmen kann gesagt werden, dass das spätere Opfer mit seinem Wagen am Freitag, 06.02.2015, gegen 23:45 Uhr, in die Tiefgarage eingefahren ist. Anhand weiterer Ermittlungen ließ sich feststellen, dass das Auto die Tiefgarage wenige Minuten später wieder verlassen hat. Wie bereits berichtet, fuhren Täter und Opfer in der Folge zum Parkplatz an der Haltestelle “Haus Meer”.

Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass sich der Verdächtige die (von ihm eingesetzte) Waffe auf illegalem Weg beschafft hat. Zu dem 52-Jährigen sind keine Vorstrafen bekannt. Er hat Abschiedsbriefe hinterlassen, in denen sich keine Hinweise auf das Tatgeschehen finden. Die Motivlage ist daher weiterhin unklar. Bisher gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Vorbeziehung zwischen Tatverdächtigem und Opfer. Nach derzeitigem Sachstand hat der 52-Jährige die Tat allein begangen. Das entwendete Handy bleibt verschwunden.

Das Opfer wird weiterhin durch den Opferschutz der Polizei betreut.

 

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