Abschlussbilanz zum ersten europaweiten Blitz-Marathon für den Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss. Am Donnerstag (16.4.) um Mitternacht endete der insgesamt achte Blitz-Marathon auch im Rhein-Kreis Neuss. Anders als in den vergangenen Jahren kontrollierten die Ordnungshüter keine 24 Stunden lang. Mit Rücksicht auf die Trauerfeier zum Gedenken der Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich endete der aktuelle Blitz-Marathon bereits nach 18 Stunden.

Die Polizei zieht ein positives Resümee der Aktion. Am Donnerstag (16.4.), zwischen 6 und 24 Uhr, wurden im Rhein-Kreis Neuss insgesamt 25.679 Kraftfahrzeuge gemessen. Die Zahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße lag bei 899. Dies entspricht einer Quote von 3,5 Prozent. Damit liegt der prozentuale Anteil der Verkehrsteilnehmer die zu schnell unterwegs waren, 1,3 Prozent höher als im vergangenen Jahr.

Neben den Messstellen, die beim öffentlichen Voting im Internet die meisten Stimmen erhalten hatten, überwachte die Polizei auch die Geschwindigkeit an Straßen, die von Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld als “Raserstrecken” benannt worden waren.

Der offensive Einsatz von Polizei und den beteiligten Kommunen im Rhein-Kreis Neuss hatte auch dieses Mal zur Folge, dass die meisten Verkehrsteilnehmer langsamer und disziplinierter fuhren. Wer aber denkt, er müsse nur während des Blitz-Marathons auf sein Tempo achten, der irrt. Bei fast jedem Verkehrsunfall entscheidet die gefahrene Geschwindigkeit über die Schwere der möglichen Folgen und damit möglicherweise über Leben und Tod. Deshalb geht die Polizei nach wie vor an 365 Tagen im Jahr gegen Raser vor.

Nach nunmehr 18 Stunden Blitz-Marathon, liegen für die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss folgende Ergebnisse von den Messstellen der Polizei und der Kommunen vor:

Stadt Neuss

Insgesamt wurden in der Kreisstadt an verschiedenen Messstellen 5.322 Fahrzeuge gemessen. 183 Autofahrer waren zu schnell.

Stadt Dormagen

2927 Messungen mit 73 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Grevenbroich

7.638 Messungen mit 484 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Meerbusch

2.860 Messungen mit 70 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Kaarst

339 Messungen mit 19 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Stadt Korschenbroich

956 Messungen mit nur 4 Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Gemeinde Jüchen

Bei 2.775 gemessenen Fahrzeugen waren 42 zu schnell unterwegs.

Gemeinde Rommerskirchen

Von 2.862 Kraftfahrern überschritten 24 die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Den traurigen “Tagessieg” fuhr eine Frau ein. Sie war in Grevenbroich an der Landstraße 142 mit 112 Stundenkilometern unterwegs, obwohl dort nur 50 erlaubt waren. Damit war sie mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Die Konsequenzen sind zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und eine Geldbuße in Höhe von 440 Euro. Ein Gefahrguttransporter wurde an derselben Messstelle mit 33 Stundenkilometern zu viel gemessen. Für den Fahrzeugführer bedeutet dies ebenfalls zwei Punkte in Flensburg. Hinzu kommen 320 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

In Jüchen an der Landstraße 116 maß die Polizei einen Autofahrer mit 105 Stundenkilometern, wo 70 erlaubt waren. Die Folge: ein Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von 120 Euro.

In Neuss an der Weberstraße schrammte ein Pizzataxifahrer nur knapp an einem Fahrverbot vorbei, als er mit 60 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 30 unterwegs war.

Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss führt auch weiterhin täglich Geschwindigkeitskontrollen durch. Die vorgeplanten Messstellen werden im Internet (www.polizei.nrw.de/rhein-kreis-neuss/) und der Presse angekündigt. Darüber hinaus muss jeder Autofahrer immer und überall mit Geschwindigkeitsüberwachungen durch die Polizei und die Kommunen rechnen. Das Ziel sind weniger Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr. Unfälle passieren nicht einfach, sie werden von Menschen verursacht!

 

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