Verwaltung bereitet sich auf Streik in den städtischen Kitas vor

Appell an elterliche Selbsthilfe: Drei Betreuungsgruppen für Notfälle in Büderich und Strümp.

Im Rathaus laufen die Vorbereitungen für einen möglichen Streik der Erzieherinnen und Erzieher in den kommunalen Kindertagesstätten. In einem Elternbrief, der morgen (Donnerstag) in den Einrichtungen verteilt wird, informiert Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage die Mütter und Väter über die zu erwartenden Auswirkungen in Meerbusch. “Ein Streikaufruf für unser Stadtgebiet ist zwar noch nicht erfolgt, es ist aber kurzfristig damit zu rechnen”, heißt es in dem Schreiben. Nach dem derzeitigen Stand sei davon auszugehen, dass alle neun städtischen Einrichtungen mit insgesamt 37 Gruppen ab dem 11. Mai nicht für die Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. Deshalb bittet die Stadtverwaltung die Eltern, die Betreuung – wenn eben möglich – selbst im Familien- oder Bekanntenkreis zu organisieren.

Für Kinder, deren Betreuung trotz intensiver Bemühungen der Eltern nicht sicher gestellt werden kann, bietet das Jugendamt drei Notgruppen in den städtischen Kitas “Lummerland” in Büderich und “Kunterbunt” in Strümp an. “Aufgrund der geringen Anzahl von Betreuungsplätzen in den Notgruppen bitte ich Sie allerdings, das Angebot nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn Sie tatsächlich keine andere Möglichkeit haben”, schreibt Angelika Mielke-Westerlage. Wer keine Lösung finde, möge sich direkt an die Leiterin seiner Einrichtung wenden.

Aktuelle Informationen zum Streik veröffentlicht die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite www.meerbusch.de. Mitarbeiter des Jugendamtes stehen unter den Telefonnummern 02159 / 916-490 und 916-554 für Fragen zur Verfügung.

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