Von Tourismus bis Cidre

Von Tourismus bis Cidre

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Als Gastgeschenk brachte Angelika Mielke-Westerlage ihrem Amtskollegen Le Goff zwei Radierungen der Büdericher Künstlerin Editha Hackspiel mit.

Neue Impulse nach fast fünf Jahrzehnten Partnerschaft

Mit neuen Ideen und Anregungen für den praktischen Austausch ist Angelika Mielke-Westerlage von ihrem offiziellen Antrittsbesuch als Bürgermeisterin aus der Partnerstadt Fouesnant heimgekehrt. Mit ihr waren unter anderen die beiden stellvertretenden Bürgermeister Leo Jürgens und Jürgen Eimer sowie Gabriele Pricken und Dirk Männich vom Partnerschaftskomitee mit in die Bretagne gereist. Für den Erwachsenenaustausch waren Renate und Franz-Josef Rosenbaum mit von der Partie. Fouesnants Bürgermeister Le Goff begrüßte die Delegation im Rathaus.

In einer Gesprächsrunde mit rund 30 Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens in Fouesnant wurde diskutiert, wie die “Jumelage” weiterentwickelt und auf die Zukunft ausgerichtet werden könnte. “Unsere Partnerschaft besteht nun schon fast 50 Jahre – eine beeindruckend lange Zeit. Das allein macht den Austausch aber nicht zum Selbstläufer”, so Mielke-Westerlage. Zunächst soll nun in einem runden Tisch mit den Schulen beider Städte beraten werden, wie die Begegnungen unter Kindern und Jugendlichen weiter angekurbelt werden können, denn diese führen automatisch dazu, dass Freundschaften zwischen Familien zustande kommen. Kontakte unter Künstlern und Chören aus Meerbusch und Fouesnant sollen intensiviert werden. Die gerade gegründete Musik- und Tanzschule in Fouesnant soll zeitnah Verbindung zur Städtischen Musikschule Meerbusch aufnehmen.

Unterstützung aus Meerbusch soll Fouesnant in Sachen Tourismuswerbung erhalten. Rund 40.000 Touristen verbringen jährlich ihren Urlaub im Ort, sonnen sich an den langen Sandstränden oder erholen sich auf rund 250 Kilometern markierten Wanderwegen an der Küste und im Inland. Mit Plakaten und Prospektmaterial sollen nun auch wieder mehr Meerbuscher in die Partnerstadt gelockt werden. Diskutiert wurde zudem die Idee, in den Bürgerbüros und Meerbuscher Geschäften erstmals Produkte aus Fouesnant, wie etwa Cidre oder Gebäck, anzubieten. Wie das funktionieren könnte, soll das Stadtmarketing prüfen. Möglich wäre nach Auffassung der Bretonen zudem der Austausch von Auszubildenden im Einzelhandel, zum Beispiel im Bäckereigewerbe.

Praktische Ideen wie diese sind ganz nach dem Geschmack von Angelika Mielke-Westerlage: “Was auf der großen politischen Bühne bisweilen kompliziert ist, funktioniert zwischen Fouesnant und Meerbusch ganz einfach. Trotz sprachlicher Barrieren, trotz aller Mentalitätsunterschiede und trotz über tausend Kilometern Autobahn, die zwischen uns liegen, sind es die gleichen Alltagssorgen, -freuden und Emotionen, die die Menschen verbinden.” Besonders beeindruckt zeigte sie sich einmal mehr von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der bretonischen Freunde. “In Fouesnant fühlt man sich sofort zu Hause.” Ihrem Amtskollegen Roger Le Goff brachte die Bürgermeisterin zwei Radierungen der Meerbuscher Künstlerin Editha Hackspiel mit. Die Bilder zeigen die große Schützenparade vor dem Rathaus in Büderich und die Rheinfähre in Langst-Kierst.

Einen großen Festtermin haben die Partnerstädter auch schon anvisiert: Im Jahr 2018 besteht die Jumelage sage und schreibe 50 Jahre.

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