Die Zwiebelgrenze trennt Meerbusch

Der Veranstalter der Büdericher Mundartkreise Hans Spennes spricht über sprachliche Grenzen, über den Stellenwert des Börker Platt und dessen eigentümliche Schreibweise – und über seine Kindheitserinnerungen ans Plattdeutsche.

Pünktlich um 12 Uhr musste Familie Spennes zum Essen erscheinen. “Es wött jejäte op jekohkt of net”, mahnte Oma Spennes. So kam es vor, dass alle am Tisch saßen, die Kartoffeln aber noch nicht gar waren. Derweil wurde gebetet, erst für das Essen, nach fünf Minuten für die im Ersten Weltkrieg, nach zehn Minuten für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Verwandten. Gebetet wurde auf Hochdeutsch, sonst sprach man nur Mundart im Haushalt. “Platt war meine Muttersprache”, sagt Hans Spennes. Heute leitet der 74-Jährige die Mundartkreise in “Grotenburg’s Börker Brauhaus”. Spennes ist sozusagen Experte vom Börker, also Büdericher, Platt geworden – der Sprache seiner Heimat.

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