Vermeintlicher Betrüger gerät vor Gericht in Erklärungsnot

Der Angeklagte soll verschiedene Bestellungen nicht bezahlt haben. Eine Rechnung des Gerichts wandelte er in eine Gutschrift um.

Der Aufenthalt der Ehefrau im Zeugenstand war denkbar kurz: Sie machte von ihrem Recht Gebrauch, nicht aussagen zu müssen. Der Ehemann auf der Anklagebank blickte währenddessen auf die Unterlagen auf seinem Tisch und schüttelte fast unmerklich den Kopf. Er ist gegen ein Urteil des Amtsgerichts Neuss in Berufung gegangen. Er soll bei verschiedenen Firmen Waren im Wert von mehreren Tausend Euro bestellt, abgeholt, aber nie bezahlt haben. Dazu wird ihm vorgeworfen, eine Rechnung des Gerichts gefälscht und in eine Gutschrift von mehr als 50 000 Euro verwandelt zu haben. Wie bereits beim ersten Verhandlungstag am 6. November wies die Richterin den Angeklagten auch gestern wieder darauf hin, dass sich ein Geständnis strafmildernd auswirken würde. Markus F. blieb dabei: Er habe keine der ihm vorgeworfenen Taten verübt.

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