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Heimatministerin Ina Scharrenbach zu Gast auf Haus Meer

Peter Soliman (dunkler Mantel Mitte) mit Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Mitgliedern der Deutschen Burgenvereinigung (von links).

Hoffnungsschimmer für ein Gesamtdenkmal im Wartestand.

Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales und Bau, hat jetzt das Gesamtdenkmal Haus Meer besichtigt. Eigentümer Peter Soliman und Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage begrüßten die Ministerin vor Ort, stellten Geschichte und Besonderheiten des Areals vor.

Auf Initiative der Deutschen Burgenvereinigung besuchte Scharrenbach auf einer Rundreise vier herausragende denkmalgeschützte Objekten im Rheinland, um vor Ort die Anliegen und Sorgen der Eigentümer kennenzulernen. Die Deutsche Burgenvereinigung versteht sich selbst als älteste Denkmalschutzorganisation Deutschlands. Zu den Mitgliedern gehören neben Kunsthistorikern, Architekten, Restauratoren und Museumsleuten auch Besitzer weltlicher Baudenkmale. Bei der Rundreise, an der auch leitende Vertreter des Landschaftsverbandes Rheinland teilnahmen, wurde auch diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, die Eigentümer bei Erhalt und sinnvoller Nutzung ihrer Baudenkmäler besser zu unterstützen und Förderprogramme besser zugänglich zu machen.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage wertet den Besuch der Ministerin als positives Signal für die weitere Entwicklung des Areals Haus Meer. „Frau Scharrenbach, die zum ersten Mal bei uns war, zeigte sich sehr interessiert und hat auch signalisiert, für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.“ Die Stadt sei zwar nicht Eigentümer, dennoch seien Politik und Verwaltung dringend daran interessiert, darstellbare Lösungen für Haus Meer zu forcieren, die Denkmalschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigen.

Haus Meer mit seinem 1865 bis 1869 von Joseph Clemens Weyhe gestalteten Landschaftspark genießt nicht nur unter Fachleuten einen herausragenden Ruf als regional bedeutsames Bau-, Boden und Naturdenkmal. Das um 1166 von der Gräfin Hildegunde von Meer gegründete Prämonstratenserinnen-Kloster Meer gilt als religiöse, wirtschaftliche und kulturelle Keimzelle des heutigen Meerbusch. In den Revolutionskriegen des ausgehenden 18. Jahrhunderts wurden die Nonnen von den Franzosen vertrieben. 1804 ging die Anlage in den Besitz der Familie von der Leyen über. 1807 wurde die stark kriegsbeschädigte Klosterkirche abgerissen. Das Hauptgebäude des Schlosses wurde 1943 bei einem alliierten Luftangriff komplett zerstört und später abgetragen. Gut erhalten sind bis heute lediglich der ehemalige Gutshof Haus Meer und das sogenannte „Teehäuschen“, ein neugotischer Gartenpavillon, der zwischen 1850 und 1865 – unter anderem mit Fundstücken aus der Abbruch der romanischen Klosterkirche – errichtet wurde. Eine der Würde des Ortes entsprechende und obendrein wirtschaftlich darstellbare Nutzung des Geländes kam bislang trotz zahlreicher Anläufe und wechselnder Eigentümer nicht zustande.

Der Besuch der Ministerin könnte nun zumindest einen Hoffnungsschimmer für die weitere Entwicklung bringen.

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