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Laura Gehlhaar liest am 15. November im Forum Wasserturm aus ihrem Buch „Kann man da noch was machen?“

Sie geht mit ihrem Leben und dem teilweisen kuriosen Alltag als Rollstuhlfahrerin offensiv um. Am 15. November liest sie im Forum Wasserturm: Laura Gehlhaar.
Foto: Gehlhaar

Zwischen Mitleid und Liebe: Alltagsblüten einer Rollstuhlfahrerin.

Laura Gehlhaar ist 1983 in Düsseldorf geboren und in Meerbusch-Büderich aufgewachsen. In den Niederlanden und in Berlin studierte sie Sozialpädagogik und Psychologie. 2008 zog es sie für die Liebe und einen Job in der Gerontopsychiatrie nach Berlin. 2014 absolvierte sie eine Mediations- und Coachingausbildung, heute arbeitet sie als Autorin und Coach. Das Außergewöhnliche daran: Laura Gehlhaar sitzt im Rollstuhl. Aus ihrem Schicksal hat sie eine Herausforderung gemacht: Sie hält Vorträge über Inklusion und Barrierefreiheit, in ihrem Blog „Frau Gehlhaar“ schreibt sie über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren – manchmal über Diskriminierungen, aber meistens über ihren Alltag, übers Ausgehen, Freundschaften, über Flirts und Liebe.

Am Donnerstag, 15. November, 20 Uhr, ist Laura Gehlhaar im Forum Wasserturm zu Gast und stellt ihr erstes Buch vor. Titel: „Kann man da noch was machen? – Geschichten einer Rollstuhlfahrerin“. „Die Lesung in Meerbusch ist für mich so etwas wie nach Hause kommen“, sagt sie. „Ich bin in Büderich aufgewachsen, ging auf die Brüder-Grimm-Schule und später aufs Mataré-Gymnasium. Meine Familie wohnt immer noch dort. Und natürlich komme ich regelmäßig vorbei, um zu schauen, ob ‚mein Dorf‘ noch steht.“

Wie begegnen Menschen einer Rollstuhlfahrerin? Nicht selten verkrampft und unsicher, nur nichts Falsches sagen. Die Unsicherheit treibt bisweilen kuriose Blüten: „Toll, dass du trotzdem rausgehst!“, „Kannst du Sex haben?“, „Kann man da noch was machen?“, „Darfst du betrunken Rollstuhl fahren?“, „So hübsch und dann im Rollstuhl!“ – Bemerkungen wie diese kennt Laura Gehlhaar zu Genüge. Einige hat sie gesammelt und in einem „Rollstuhlfahrer Bullshit-Bingo“ veröffentlicht – einer Sammlung der blödesten Sprüche, die im Internet Riesen-Echo fand.

Selbstmitleid oder gar Resignation sind der Wahl-Berlinern aus Büderich fremd. Mit entwaffnender Selbstironie und ebenso tiefsinnig wie unterhaltsam erzählt sie Geschichten aus ihrem Alltag auf vier Rädern. „Ich mache genau jene Gefühle und Ängste sichtbar, die wir alle bei Liebeskummer, Berufsstress oder Konflikten erleben. Ich fühle, denke und liebe wie jeder andere auch“, sagt sie. Genau das zu vermitteln, ist ihr Anliegen – und daran arbeitet sie offensiv. Laura Gehlhaar nutzt gern die Streukraft der Medien, sie war Gast in der WDR-Talkrunde „Kölner Treff“, erschien mit einem großen Portrait in der „Welt. Ihre Botschaft: „Ich wünsche mir einfach nur, dass man mich sein lässt. Ich will selbstverständlich genommen werden.“

Bert Müllejans, Programmplaner für das Forum Wasserturm in der Kulturverwaltung der Stadt, ist gespannt auf den 15. November. „Wir haben uns hier bewusst auf ungewohntes Terrain begeben“, sagt er. „Aber ich bin sicher, es wird ein ganz besonderer, aufschlussreicher Abend.“
Tickets zum Preis von 11 Euro gibt es unter der Karten-Hotline 02159 / 916-251 (Abendkasse 12 Euro).

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