Strompreis bleibt für 2019 stabil

Geschäftsführer Albert Lopez
Foto: Stadtwerke Meerbusch

Zum Jahresende stellen die Stadtwerke Meerbusch ihre Preispolitik für das kommende Jahr vor. Leicht gesunkene Netzentgelte, eine niedrigere EEG-Umlage und optimierte interne Prozesse machen es den Stadtwerken Meerbusch trotz steigender Beschaffungskosten möglich, für 2019 die Strompreise stabil zu halten.

Rund 160 regionale Energieversorger haben ihre Strompreise für das kommende Jahr erhöht bzw. Preissteigerungen angekündigt. Die Stadtwerke Meerbusch folgen diesem Trend nicht. Albert Lopez, stm-Geschäftsführer hält gute Nachrichten für alle Stromkunden bereit: „Wir sind im kommenden Jahr in der Lage, für alle unsere Kundengruppen den Strompreis stabil zu halten.“ Trotz steigender Beschaffungskosten und einer deutlich angehobenen Offshore-Umlage ist es den Stadtwerken möglich, über den Jahreswechsel für alle Stromtarife einen konstanten Preis zu halten. Die hierfür verantwortlichen Faktoren sind einerseits optimierte interne Prozesse, aber auch leicht reduzierte Netzentgelte und das Absinken der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom.

Vertriebsleiter Christian-Mario Sagner geht ins Detail: „Zwar haben unsere Einkaufspreise angezogen, gleichzeitig wurde aber die EEG-Quote um sechs Prozent von 6,792 Cent auf 6,405 Cent je Kilowattstunde gesenkt.“ Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises. Sie macht etwa ein Viertel aus. In Summe entfallen mittlerweile über 70 Prozent des Strompreises auf staatlich regulierte Entgelte, Steuern und Abgaben. Sagner ergänzt: „Etwas über 28 Prozent des Strompreises geben wir für die Beschaffung, den Vertrieb und den Kundenservice aus. Diese Faktoren sind für uns beeinflussbar. Preissteigerungen geben wir also nicht einfach an unsere Kunden weiter, sondern schöpfen unser ganzes Potential aus, um die Kosten für den Verbraucher so niedrig wie möglich zu halten. Dennoch betrachten wir die Einkaufssituation an der Strompreisbörse mit Sorge.“

Auch der sogenannte Strommix, d.h. die Zusammensetzung des von den Stadtwerken eingekauften Stroms, hat sich positiv entwickelt. Im Jahr 2016 lag der Anteil an Grünstrom aus Erneuerbaren Energie bei 45,3 Prozent, im Jahr 2017 bei 52,9 Prozent. „Damit liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 33,1 Prozent“, weiß Lopez zu berichten.

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