Polizei warnt vor Betrügern

Zum wiederholten Mal versuchten Betrüger im Rhein-Kreis Neuss durch Vorspiegeln falscher Tatsachen, an das Geld von älteren Mitbürgern zu gelangen. Zum Glück scheiterten alle der Polizei bekannten Straftaten am richtigen Verhalten der Senioren.

Am Montagnachmittag (18.02.) rief eine angebliche Verwandte in Meerbusch bei einem 70-Jährigen an und bat ihn um Übergabe von 19.000 Euro, um sich aus einer finanziellen Notlage zu befreien. Am Dienstagnachmittag (19.02.) durchschaute ein 76-Jähriger Mann aus Neuss einen sogenannten „Enkeltrick“. Einen falschen Polizeibeamten hatte eine Seniorin in Grevenbroich am Telefonhörer. Der Anrufer berichtete von einer angeblichen rumänischen Einbrecherbande, die festgenommen wurde und erkundigte sich nach Wertgegenständen in der Wohnung der Seniorin. Diese ließ sich aber auf nichts ein und das Telefonat wurde beendet.

Drei Fälle, alle mit gutem Ausgang. Doch noch viel zu oft fallen gutgläubige ältere Menschen auf Tricks von professionell agierenden Telefonbetrügern herein. Die Erfahrung zeigt, dass sich Gruppen der Verdächtigen oftmals über mehrere Tage in einer Region aufhalten. Möglicherweise treten sie erneut im Rhein-Kreis Neuss auf. Daher ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Betrugsversuchen kommt. Bei Anrufen dieser Art handelt es sich um den sogenannten „Enkeltrick“ oder um falsche Polizeibeamte, bei dem Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit älterer Menschen ausgenutzt werden. Im schlimmsten Fall händigen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter in einer finanziellen Notlage befindet oder das Geld sei sicher bei der „echten“ Polizei aufgehoben.

Tatsächlich handelt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finanzielle Notlage vor. Auch die Polizei wird sich niemals am Telefon nach dem Aufbewahrungsort von Wertgegenständen oder Bargeld erkundigen. In solchen Fällen können Sie davon ausgehen, dass Betrüger am Werk sind, die sich als Polizisten ausgeben.

Die „echte“ Polizei rät daher, niemals Geld an fremde Personen auszuhändigen und sich sofort nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkundigen. Derartige Vorkommnisse sollten unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Angehörige von älteren Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, sollten Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger aufklären.

 

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