Neues Schmutzwasserpumpwerk im Bau: Absenkschacht für Pumpstation in Bösinghoven
Neues Schmutzwasserpumpwerk im Bau: Absenkschacht für Pumpstation in Bösinghoven

Neues Schmutzwasserpumpwerk im Bau: Absenkschacht für Pumpstation in Bösinghoven

Dirk Zimmermanns, Bauleiter der Firma Schergens (1.v.r) und Georg Bahners, Projektleiter der Stadt Meerbusch (2.v.r.), kontrollieren den Einbau des Absenkschachtes.

Eine neue Schmutzwasserpumpstation entsteht zurzeit im Stadtteil Bösinghoven. Dort war das alte Pumpwerk im Bereich Bösinghovener Straße und „Im Rott“ in die Jahre gekommen. „Hier läuft das Abwasser der Wohngebiete `Vogelsiedlung` und Bösinghoven-Nord zusammen“, weiß Georg Bahners, Projektleiter der Stadt Meerbusch. Um das Abwasser auch künftig zum Klärwerk in Ilverich leiten zu können, muss also mit einer neuen Pumpstation Abhilfe geschaffen werden. „Das Abwasser kommt hier an, wird hoch gepumpt und fließt dann durch ein Gefälle zur nächsten Station. Das wiederholt sich so lange, bis das Abwasser letztlich das Klärwerk erreicht“, so Bahners weiter. Dabei wird für die Installation des neuen Pumpwerks eine spezielle Technik angewandt, die in Meerbusch nur selten zum Einsatz kommt. In eine rund drei Meter tiefe Grube wird ein Absenkschacht mit einem Durchmesser von 2,5 Metern eingelassen. „Insgesamt haben wir drei solcher Elemente mit einem Gewicht von jeweils 10 Tonnen, die wir aufeinander setzen. Wir haben vorher die Bodenbegebenheiten geprüft. Durch das Eigengewicht und einen speziellen Schmierfilm an den Außenwänden der Elemente, senken sich diese bis zu einer Tiefe von sieben Metern ins Grundwasser ab“, erklärt Georg Bahners. Anschließend wird mit Unterwasserbeton der Boden des Schachts versiegelt und abgedichtet. „Das Grundwasser würde allerdings viel zu hoch in dem Schacht stehen. Damit unsere Arbeiter trockenen Fußes dort unten arbeiten können, bekommen wir Unterstützung von einem Wasserbauer aus den Niederlanden“, weiß Bahners. Der Experte wird für die Arbeiten mit speziellen Brunnen das Grundwasser in dem Bereich absenken. Sobald der Boden versiegelt ist, kann die Schmutzwasserpumpstation mit dem Kanalnetz verbunden werden. Daraufhin wird die alte Pumpstation dann abgeschaltet.

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