Entfesselungspaket vernichtet Grünland – immer mehr immer mehr immer mehr

Die schwarz-gelbe Landesregierung (FDP) hat mit Entfesselung geworben und zeigt nun, was damit u.a. gemeint ist. Erst 2018 wurde der Regionalplan 2030 beschlossen, der für Meerbusch bereits viele neue Baugebiete und damit einen hohen Flächenverbrauch vorsieht. Der Rat hatte sich mehrheitlich auf einen begrenzten und maßvollen Bevölkerungszuwachs (immerhin einige Tausend Menschen) verständigt.

Nun legen die Landesregierung bzw. die Bezirksregierung nach und planen für Meerbusch zusätzliche große Baugebiete. Hierdurch ergibt sich erneut massiver Flächenverbrauch, überwiegend in der freien Landschaft, und damit die Vernichtung von Grün- und hochwertigem Ackerland. Büderich und Osterath sowie Osterath und Krefeld würden deutlich aneinander rücken. Büderich und Düsseldorf gehen bereits nahtlos ineinander über. Neu geplant ist u.a. die Vernichtung der Meerbuscher Kleingartenanlage bei Lörick, ein großes Baugebiet bei Schweinheim (zusätzlich zum Gewerbegebiet) und eine Bebauung der Fläche zwischen Strümp und der K-Bahn (Meerbusch-Mitte).

Grund und Boden werden vorrangig als optionale Baufläche betrachtet, die Stadt im Grünen wird noch stärker Teil des Ballungsraum Düsseldorf.

Die Grünen Meerbusch sehen derzeit keine Notwendigkeit, weitere große Baugebiete zu planen. Die Grüne Regionalratsfraktion teilt unsere Auffassung, für Meerbusch und für den Regierungsbezirk. Die in 2018 vom Rat der Stadt Meerbusch beschlossenen Entwicklungsgebiete schaffen bereits Raum für einige Tausend Menschen zusätzlich. Wenn wir nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, dass zu jedem Einfamilienhaus ein Grundstück von 500 m² gehört, werden wir in der Lage sein, viel und auch bezahlbaren Wohnraum auf dem bereits jetzt potentiell verfügbaren Raum zu schaffen.

Joris Mocka /Jürgen Peters

 

 

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