Umgang mit Fundtieren

Einsatz wegen verstoßener Küken am 31.05.2019. (Foto: Feuerwehr-Meerbsuch)

Am Freitagabend musste die Feuerwehr Meerbusch wieder einmal zu einem unnötigen Einsatz in Zusammenhang mit Kleintieren ausrücken. In Büderich waren zwei Küken vermutlich von ihrer Vogelmutter verstoßen worden und aus einem Vogelnest gefallen. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die Jungvögel bereits soweit geschwächt, dass sie leider auf der Rückfahrt zum Feuerwehr-Gerätehaus verstarben.

Bedauerlicherweise häufen sich gerade in Büderich in den letzten Wochen Meldungen zu vermeintlich hilfsbedürftigen Kleintieren, bei denen die Feuerwehr anrückt und sich fragen muss, was vor Ort von ihr eigentlich erwartet wird.
Zweifelsohne gehört die Rettung von Tieren direkt nach dem Schutz von Menschenleben zu dem zweithöchsten Gut, zu dessen Schutz die Feuerwehr per Gesetz verpflichtet ist. Die Feuerwehr darf aber nur dann tätig werden, wenn niemand anders besser die jeweilige Situation auflösen kann. In vielen Einsatzfällen ist es aber die Natur, die den Lauf der Tiere bestimmt hat. Gerade Einsätze mit verstoßenen Küken (31.05.), verletzten Hasen (29.05. und 22.04.), verletzten Tauben (18.5.), gefundenen Eichhörnen (18.05.), Gänsen im Hühnergehege (09.05.), verletzten Igeln (09.05.), Enten auf der Straße (29.04.) oder zugelaufene Enten (25.04.) sind im Grunde keine Einsätze für die Feuerwehr. In einer Stadt im Grünen, wie Meerbusch sie nun mal ist, kommen solche sicherlich nicht wünschenswerten Abläufe in der Natur auch in besiedelten Gebieten vor. Wer den Lauf der Dinge nicht ertragen kann könnte sich alternativ auch von einem Tierarzt, der über die Gelben Seiten ermittelt werden kann, telefonisch beraten lassen bevor er die 112 wählt.

Klares Statement der Feuerwehr:
„Die Feuerwehr rückt jeder Zeit und ohne Nachfrage nach Sinn oder Notwendigkeit aus, wenn Tiere in wirklicher Gefahr sind und sich nicht mehr alleine aus der Situation befreien können. Wir befreien öfter mal Hunde aus Dachsbauten oder Kanälen, hin und wieder schneiden wir Vögel oder Eichhörnchen aus Zäunen, mal begleiten wir auch ein Pferd aus einem Pool und wenn es erforderlich ist fangen wir auch eine Schlange im Latumer See. Wir sind aber nicht der Tiertransportdienst vom heimischen Vorgarten zurück in Meerbuschs Wälder oder Gewässer.“

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