Sprayen für mehr #RESPEKT
Sprayen für mehr #RESPEKT

Sprayen für mehr #RESPEKT

“Wir sehen schwarz!” für den Respekt gegenüber Einsatzkräften. So lautete vor einigen Wochen noch die einhellige Meinung unter den Rettern im Rhein-Kreis Neuss. Verbale und körperliche Attacken gegen Einsatzkräfte erreichten auch den Rhein-Kreis Neuss. Hierauf machten die Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Polizei vereinzelt aufmerksam. Fälle von besonderer Gewalt wurden in den Medien berichtet.

Der Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss nutzte eine Initiative des Bundesinnenministeriums, bewarb diese aktiv und erweiterte sie: das “Blaulicht für Retter”.
“Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch unsere Interviews, Aktionen, den Blaulichtpin, Gespräche, usw. vielen Bürgerinnen und Bürgern im Rhein-Kreis Neuss unser Problem vor Augen geführt haben, was diesen bis dahin gänzlich unbekannt war. Vor allem unglaublich war. Die Reaktionen auf dem Bürger-Schützenfest in Neuss haben gezeigt, dass es zu einer Welle der Solidarität gegenüber uns gekommen ist. Das macht mich stolz und froh. Aber hier dürfen wir nicht aufhören, weiter zu machen.”, so Stefan Meuter, Vorsitzender des Verbandes.

Alle Menschen erreichen, lautet sein Ziel. Die erreichen, die neben Angreifern von Rettern stehen. Die neben Gaffern stehen. “Dass diese Menschen sagen, “Hey, das ist falsch was Du da machst.”,” so Meuter. Hiermit sucht der Verband mit seiner Aktion immer neue “Zielgruppen”.

Eine schwarze Wand stellte somit auch die Verzweiflung der Retter dar. Bis vor wenigen Wochen. Nun hat diese schwarze Wand einen bunten “Anstrich” bekommen. Als Zeichen, dass Respekt wieder Einzug erhält in unserer Gesellschaft – und dies durch unsere Zukunft: der Jugend.

Auf Vermittlung durch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Dormagen, wurde Meuter fündig: Christoph Schade, im Rhein-Kreis Neuss bekannt durch seine Grafitti-Erstellungen u.a. am Silo des Goldberger Hof, Rolltor zum Dormagener Kammertheater, Seite des Kulturhauses und weitere Projekte im Graffiti-Projekt Dormagen. Der 29jährige Kulturpädagoge und Grafitti-Künstler, sagte eine Unterstützung der Aktion des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss sofort zu.

“Die Initiative für mehr Respekt gegenüber Rettern zu unterstützen, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Zumal wir mit Grafitti auch die Jugendlichen auf die negative Entwicklung den Rettern gegenüber aufmerksam machen. Und Respekt steht nicht nur für mehr Respekt gegenüber Rettern. Es muss insgesamt unter uns respektvoller zugehen und wir stehen dafür gemeinsam ein.”, so Christoph Schade. „Wir rufen Jugendgruppen und Schulen auf, Respekt zu thematisieren und unterstützen auch gerne bei dieser Arbeit.“, ergänzt Meuter.

Was zunächst als Wandbilder geschaffen wurde und den Hintergrund zur Podiumsdiskussion mit dem Innenminister Herbert Reul am 7.September 2019 in Neuss zur Gewalt gegen Einsatzkräfte bildet, wird zukünftig großflächig eine ganze Wand eines Feuerwehrhauses im Rhein-Kreis Neuss schmücken und Menschen die es sehen daran erinnern, dass Respekt eine tragende Säule unserer Gesellschaft ist. So wie unsere Rettungskräfte.

Über den Autor

Das könnte Sie auch interessieren


A N B I E T E R W E C H S E L
 

Schneller kann man einfach nicht sparen!