Blühpaten feiern gemeinsam mit Landwirten
Blühpaten feiern gemeinsam mit Landwirten

Blühpaten feiern gemeinsam mit Landwirten

Ziehen eine positive Bilanz des Blühstreifen-Projekts: Bernhard Leuchten (1.v.l.) und Claudia Lindner (5.v.l.) vom Hegering Meerbusch, Initiator Heinrich Leuchten (4.v.l.) mit seinem Sohn Stefan (2.v.l.), Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (3.v.l.) sowie die Landwirte Johannes Paas, Rainer Roos, Markus Bolten und Gerhard Bommers (v.r.n.l.).

50.000 Quadratmeter Blühstreifen, 106 Paten, 10 beteiligte Landwirte – das ist die positive Bilanz für die erste Blühstreifenaktion der Meerbuscher Landwirte und des Hegerings. Am Freitag, 27. September, haben Bauern und Paten gemeinsam das erfolgreiche Ergebnis gefeiert. Auf dem Hof von Rainer Roos, der ebenfalls Flächen für Blühstreifen zur Verfügung gestellt hat, wurde den Paten das Projekt noch einmal detailliert vorgestellt und resümiert.

18 Pazellen hatten die Bauern für die Aktion zur Verfügung gestellt. Die Paten haben mit ihren Beiträgen die Hälfte des Saatgutes übernommen. „Die andere Hälfte haben wir Landwirte beigesteuert. Wir haben dabei auf Wildblumenmischungen geachtet, die die Artenvielfalt fördern“, berichtet Bernhard Leuchten vom Hegering Meerbusch. Sein Bruder und Initiator der Blühstreifenaktion, Heinrich Leuchten, ergänzt: „Wir hatten zu Beginn des Jahres die Idee und sind bereits im April gestartet. Die Beteiligung war für uns überwältigend. Innerhalb kürzester Zeit haben wir die maximale Anzahl an Paten erreicht“.

Die Stadt Meerbusch hat die Aktion mit Öffentlichkeitsarbeit und der Beschilderung der Parzellen unterstützt. „Ich freue mich über so viel Engagement, sowohl der Landwirte als auch der Blühpaten. Die Stadt Meerbusch ist teil des `Aktionsbündnis Insekten` des Rhein-Kreis-Neuss. Das Blühstreifenprojekt unserer Landwirte ist innerhalb des Kreises vorbildhaft“, so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Wissenschaftlich unterstützt wurde das Projekt von Diplom-Ökologe Helmut Kessler. Er begrüßt die Initiative der Meerbuscher Landwirte. „Man muss die Welt mit den Augen der Insekten sehen. Nicht alles, was prächtig blüht, ist gut für Insekten. Darauf haben die Landwirte bei der Auswahl des Saatgutes aber geachtet. Um dem Rückgang der Artenvielfalt entgegen zu wirken, ist dies der Schritt in die richtige Richtung. Natürlich gibt es hier und da Optimierungsbedarf. Darüber habe ich aber bereits mit den Landwirten gesprochen, wie eine größere Vielfalt des Saatgutes sowie mehrjährige Wildblumenmischungen“, so Kessler. Dass es die Blühstreifenaktion im Jahr 2020 wieder geben wird, steht indes auch fest. Demnächst können die Patenschaftsanträge auf den Internetseiten des Hegerings unter www.hegering-meerbusch.de und der Stadt Meerbusch unter www.meerbusch.de heruntergeladen werden.

Über den Autor

Das könnte Sie auch interessieren


A N B I E T E R W E C H S E L
 

Schneller kann man einfach nicht sparen!