„Mit Poesie durch Pandemie“

Meerbuscher Künstlerin widmet ihren Beitrag der Galerie Judith Dielämmer und der Literaturzeitschrift K-Literatur.

Die Situation um die Corona-Pandemie und der damit verbundene Shut-Down des öffentlichen Lebens wirken sich intensiv auf den kulturellen und den wirtschaftlichen Sektor aus. Da liegen Gedanke und Wunsch nah, aktiv zu werden und den Brückenschlag zu versuchen. Hier soll Mit Poesie durch Pandemie ansetzen.

Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein Facebook-Reichweiten-Projekt verschiedener Künstlerinnen und Künstler, das LyrikerInnen und wirtschaftlichen bzw. kulturellen Akteuren gleichermaßen als kleine Unterstützung dienen sollen.
Seit Montag (30.03.2020) werden täglich über die gleichnamige Facebookpräsenz ein Gedicht verschiedenster LyrikerInnen veröffentlicht werden. Im Zuge dieses Postings wird zudem ein krisengeschüttelter Akteur vorgestellt. Auf diesem Weg soll die Sichtbarkeit im derzeitigen kulturellen und wirtschaftlichen Chaos erhöht werden.

Damit dieses Projekt Wirkung erzielen kann, bedarf es einiger Unterstützung. So haben sich bereits einige KünstlerInnen bereiterklärt, am Vorhaben mitzuwirken.

An Mitwirkung interessierte KünstlerInnen werden gebeten, sich unter mitpoesiedurchpandemie [at] gmail [dot] com zu melden. Die Mitwirkung beschränkt sich nicht nur auf die lyrische Sparte.

Der vierte Beitrag kommt von der Meerbuscher Künstlerin und Autorin Marlies Blauth. Ihr Gedicht „dornröschenhaus“ aus ihrem gleichnamigen Gedichtband (Athena-Verlag) widmet sie der Galerie Dielämmer in Grevenbroich und der Literaturzeitschrift K-Literatur.

Die anhaltende Stilllegung des öffentlichen Lebens greift die Existenzgrundlage der privaten Kunstgalerien in Deutschland massiv an. Auch die bildenden KünstlerInnen leiden unter den mangelnden Ausstellungsmöglichkeiten. Jede Unterstützung kann helfen, damit die kleinen Kunstorte die Krise überstehen.

Auch die Literaturzeitschriften leiden unter der aktuellen Situation. Der Literaturmarkt, insbesondere die kleinen Akteure, strauchelten schon vor der Corona-Pandemie. Grund waren externe wie interne Entwicklungen, wie etwa die Erhöhung der Post-Gebühren oder die KNV-Insolvenz. Nun fallen auch die Lesungen und Präsentationen weg, die für die Akquisition neuer LeserInnen von hoher Bedeutung sind.

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