Gemeinsame Entscheidung von Betreiber und Stadt: “Meerbuscher Winterwelt” abgesagt

Die “Meerbuscher Winterwelt”, seit der Premiere im November 2005 alljährlich ein vorweihnachtlicher Publikumsmagnet, fällt in diesem Jahr aus.

Die beliebte “Meerbuscher Winterwelt” fällt in diesem Jahr aus. Das ist das Ergebnis einer ausführlichen gemeinsamen Abwägung von Winterwelt-Betreiber Klaus Unterwainig und der Stadt Meerbusch. Das beliebte Eislauf-Event mit gemütlichem Hüttendörfchen, das seit 2005 jedes Jahr von Mitte November bis Anfang Januar tausende vorweihnachtlich gestimmte Besucher auf den Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich lockte, ist damit die nächste Großveranstaltung im Meerbuscher Stadtkalender, die 2020 coronabedingt dem Rotstift zum Opfer fällt. “Wir sind nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass die Ausrichtung der Winterwelt vor dem Hintergrund der sich möglicherweise noch weiter verschärfenden Infektionslage und den daraus resultierenden Vorgaben der Corona-Schutzverordnung nicht zu verantworten ist”, so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. “Ich bedaure das zutiefst, aber wir müssen uns den Realitäten fügen.”

Auch Klaus Unterwainig selbst hat die Entscheidung schwersten Herzens gefällt. “Ich hatte schlaflose Nächte deswegen. Aber auch ich bin letztlich zu dem Schluss gekommen, dass ein Verzicht auf die Winterwelt in diesem Jahr die verantwortungsvollste Lösung ist.” Ein möglicher Abbruch des Events wegen sich zuspitzender Corona-Lage sei auch wegen der erheblichen Vor-Investitionen für die Eisbahn ein hohes finanzielles Risiko gewesen. Ob die Besucher das Angebot angenommen hätten wie gewohnt, sei ebenfalls mehr als fraglich. Besonders schwer ist dem erfahrenen Gastronomen nach eigenem Bekunden auch die Absage an seine Budenbetreiber und Schausteller gefallen, die nach einem wirtschaftlich katastrophalen Jahr bis zum Schluss auf die Einnahmen aus dem Vorweihnachtsevent in Büderich gehofft hatten.

In Abstimmung mit der Stadt hält sich Klaus Unterwainig allerdings die Möglichkeit offen, im Dezember einen kleineren Weihnachtsmarkt ohne Eisbahn mit entsprechendem Hygienekonzept auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz anzubieten, wenn die Infektionslage dies zulässt – eine Möglichkeit, der auch die Stadt grundsätzlich offen gegenüber steht.

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