Eingangsbereich des Büdericher Friedhofes neu gestaltet

Daumen hoch – die Azubis Lars Christmann (links) und Michel Querling mit ihren Ausbildern Bernd van Hees und Gerd Schumacher (hinten) sind stolz auf den verschönerten Eingangsbereich des Büdericher Friedhofes.

Von Pflanzen bis Pflastern: Angehende Landschaftsgärtner der Stadt schätzen das “learning by doing”.

Ein Schild am Bauzaun am Brühler Weg in Büderich klärt die Friedhofsbesucher auf: “Hier bauen unsere Azubis für Sie!”. Gerade verlegen die angehenden Garten- und Landschaftsbauer der Stadt Meerbusch unter Leitung ihrer Ausbilder Gerd Schumacher und Bernd van Hees und die letzten Steine. Die Neugestaltung des Haupteingangsbereichs des Büdericher Friedhofes ist nahezu abgeschlossen. Zum Friedhofstor und zur Trauerkapelle hin wurden die alten, von Baumwurzeln hochgedrückten Gehwegplatten ausgebaggert und durch neues belgisches Klinkerpflaster ersetzt. Rustikale Kopfsteine fassen die Wege ein, Fahrradständer und eine neue Ruhebank runden das Bild ab. Auch das Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft von Peter Rübsam soll durch das neue Pflaster besser zur Geltung kommen.

Dass die angehenden Garten- und Landschaftsbauer schon während ihrer Ausbildung früh praxisnah arbeiten lernen, gehört in der Azubi-Kolonne des Fachbereichs Grünflächen zur Hausphilosophie. Schnöde Beschäftigungstherapie oder reine Handlangerarbeiten gibt es hier nicht. “Unsere Auszubildenden lernen grundsätzlich sofort an eigenen Projekten. Das ist abwechslungsreich und macht mehr Spaß als bloßes Lernen durch Zugucken”, so Bernd van Hees. Spielplätze neu gestalten, Schonungen im städtischen Wald anlegen oder einen Bewegungspark mit modernen Fitnessgeräten bauen – an gemeinsamen Erfolgserlebnissen fehlt es dem Nachwuchs nicht. “Zudem können die Neulinge bei uns in Ruhe arbeiten und üben. Auch wenn ein Projekt dann mal etwas länger dauert, ist das kein Problem.” Am Büdericher Friedhof war das belgische Klinkerpflaster, im “Fischgrätmuster” ins Splitbett gesetzt, die größte Herausforderung. Die rosafarbenen Steine aus heimischem Ton sind leicht gebogen, hier und da ungleichmäßig geformt, und auch die Maße stimmen nicht immer überein. Das Verlegen gleich bisweilen einem Puzzlespiel. “Hier muss man genau messen und gerade an den Ecken und Kanten exakt zuschneiden”, sagt Lars Christmann. Aber gerade das Tüfteln mache Spaß.

Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen, im Frühjahr soll an den Wegrändern noch Grün nachgepflanzt werden. Für Besucher wichtig: Der Haupteingang ist wieder geöffnet, Umwege zu den Seiteneingängen sind nicht mehr nötig.

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