Am Donnerstag, 13. August, beginnen die Bauarbeiten zur unterirdischen Sanierung eines Kanalteilstücks unter der Schlossstraße in Strümp. Betroffen ist ein etwa 270 Meter langer Abschnitt zwischen der Einmündung Bruckner Straße und der Tankstelle an der Ecke Osterather Straße. Der dort verlaufende Asbestzementkanal aus dem Jahr 1968 ist in weiten Teilen stark beschädigt. Teilweise fehlen bereits Teile der Kanalwand. Die Schäden, die bei einer TV-Routineuntersuchung festgestellt wurden, sind so erheblich, dass akute Einsturzgefahr besteht. Deshalb musste die Stadtverwaltung kurzfristig ein Spezialunternehmen beauftragen.
Erneuert wird der Kanal im so genannten Berstlining-Verfahren. Dabei wird ein neues Rohr in den bestehenden Kanal eingezogen. Das alte Rohr wird dabei kontrolliert aufgebrochen und in das umliegende Erdreich verdrängt. Auf diese Weise kann der Kanal saniert werden, ohne die Straße auf der gesamten Länge öffnen zu müssen. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 250.000 Euro. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Mitte September abgeschlossen sein.
Gearbeitet wird nach Angaben des Fachbereichs Straßen und Kanäle der Stadtverwaltung in mehreren Abschnitten. Los geht es im Bereich des Geh- und Radweges neben der Straße. Fußgänger und Radfahrer werden sicher an den Baugruben vorbeigeleitet, der Kfz-Verkehr ist in diesem Abschnitt nicht betroffen. Im weiteren Verlauf gehen die Arbeiten im Kreuzungsbereich Schloßstraße/Brucknerstraße/Alt Schürkesfeld weiter. Dort sind vorübergehend Änderungen der Verkehrsführung erforderlich: Aus südlicher Richtung kann der Verkehr während der Bauzeit nur geradeaus weiterfahren oder in die Straße Alt Schürkesfeld abbiegen. Aus Alt Schürkesfeld ist die Ausfahrt dann nur nach Norden in Richtung Bösinghoven möglich. In die Brucknerstraße können Autofahrer während der Arbeiten nur aus nördlicher Richtung einbiegen. Wer aus der Brucknerstraße kommt, kann ausschließlich nach Süden in Richtung Strümp fahren. Alle Richtungsvorgaben sind entsprechend ausgeschildert.
Auch ein weiter südlich gelegener Kanalabschnitt unter der Osterather Straße und entlang der Straße Am Liertzfeld bis zum Bommersweg befindet sich in einem schlechten Zustand. Eine akute Gefahr besteht dort derzeit jedoch nicht. Dieser Abschnitt soll nach Angaben der Stadtverwaltung ebenfalls zeitnah saniert werden. Voraussichtlich wird dort das vielfach bewährte Inliner-Verfahren angewandt. Dabei erhält der bestehende Kanal von innen eine neue, stabile Auskleidung, sodass umfangreiche Aufgrabungen vermieden werden können.

