
Punktlandung zur bevorstehenden Fußball-WM: Die Strümper Kinder können jetzt nach Herzenslust auf einem neuen Bolzplatz kicken, der speziell für Jungen und Mädchen im Grundschulalter gedacht ist. In unmittelbarer Nachbarschaft des beliebten Skate- und Bike-Parks im Landschaftspark Strümp nahm Bürgermeister Christian Bommers jetzt gemeinsam mit Paul und Anna Biallowons das nagelneue Spielfeld offiziell in Betrieb. Die fußballbegeisterten Geschwister hatten Bommers im vergangenen Jahr im Rahmen der „Meerbuscher Rad-Nacht“ kennengelernt und ihn spontan auf ihr Anliegen angesprochen. Hintergrund: Kinder, die Fußballspielen möchten und keinem Verein angeschlossen sind, fanden in Strümp immer weniger Möglichkeiten dazu. Der alte Platz an der Buschstraße ist holprig, von Brombeersträuchern umwachsen und hat keine Tore mehr. Der Ascheplatz an der Martinus-Schule wird als Stellfläche für Klassencontainer benötigt, die Anlage des SSV Strümp ist für außerhalb der Trainingszeiten für den Freizeitsport tabu.
Mit Alex Sinning, Jugendtrainer beim SSV Strümp, hatten die Kinder einen sachkundigen Fürsprecher. „Die digitale Welt lässt die Kids immer mehr zu Hause auf der Couch abhängen und weniger raus an die frische Luft gehen. Lust zum Kicken haben die Kinder aber allemal – allerdings sind die Gelegenheiten zum spontanen Spielen begrenzt.“ Nach einem Termin im Rathaus wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Der Fachbereich Grünflächen der Stadtverwaltung übernahm die Planung. Auf der Wildwiese des Landschaftsparks wurde ein Spielfeld eigeebnet und strapazierfähiger Rasen eingesät. Auch die Azubi-Kolonne der städtischen Garten- und Landschaftsbauer wirkte mit. Dicke Baumstämme aus dem Herrenbusch begrenzen die Fläche und ermöglichen sogar, dass „mit Bande“ gespielt werden kann. Zwei Kindertore aus Aluminium machen die idyllische „Fußball-Arena für kleine Leute“ perfekt.
Vera Biallowons, Mutter von Paul und Anna, freut sich mit ihren Kindern über das neue Angebot. „Das Leben ist kein Wunschkonzert. Trotzdem ist es für die Kinder eine wertvolle Erfahrung zu sehen, dass sich Eigeninitiative durchaus lohnen kann, wenn man sein Anliegen freundlich vorträgt und gut begründet.“

