Geschichten von Verfolgung, Flucht und dem langsamen Ankommen in Deutschland.

Zur bundesweiten Interkulturellen Woche für Vielfalt, Demokratie und eine offene Gesellschaft gibt es auch in Meerbusch vom 27. September bis 4. Oktober wieder eine Reihe interessanter Angebote. Zusammengestellt wurde das Programm vom Ratsausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Flüchtlingshilfe der Stadtverwaltung. Zum Auftakt am Sonntag, 27. September, stellt der Ausschuss sich und seine Arbeit von 11 bis 18 Uhr auf dem „Sonnenblumen-Sonntag“ auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz in Meerbusch-Büderich vor. Interessierte können sich an einem eigenen Stand informieren.
Am Dienstag, 29. September, 18 bis 20 Uhr, berichtet Kassem Aldoleme in der Sporthalle am Neusser Feldweg 4a in Osterath-Bovert über seine Flucht aus Syrien und sein neues Leben in Deutschland. Steffi Mertens, Integrationskoordinatorin der Stadtverwaltung, ordnet den politischen Kontext des Geschehens ein. Titel des Abends: „Eine Fluchtgeschichte im Spiegel der Zeit – Ein syrisch-deutsches Gespräch über Flucht, Fakten und elf Jahre Ankommen.“ Kassem Aldoleme kam im Juli 2015 nach 30-tägiger Odyssee als Flüchtling in Deutschland an. Er hatte in Syrien Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verloren, brutale Szenen erlebt. Seit 2018 ist er im Sozialdezernat der Stadtverwaltung erfolgreich als Mitarbeiter im Bereich „Hilfen für Flüchtlinge“ tätig.
„Flucht und Vertreibung – Ankommen in Deutschland: Was ist Fakt – was ist Vorurteil?“ heißt der Titel eines Workshops, der am Mittwoch 30. September, 15 bis 18 Uhr, im Sitzungssaal des Stadtverwaltungsgebäudes am Bommershöfer Weg 2-8 in Osterath in Regie des Caritasverbandes Neuss läuft. Interessierte können sich per Mail bei den Caritas-Mitarbeitern Pierre Clarke (Tel.: 02131 / 26 93 23, E-Mail: pierre.clarke@caritas-neuss.de) und Julia Paltian (Tel.: 02131 / 26 93 13, E-Mail: julia.paltian@caritas-neuss.de) anmelden. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.
Zu einem offenen Begegnungsabend laden der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration und der Verein „Meerbusch hilft“ gemeinsam am Mittwoch, 30. September, 19 bis 21 Uhr, in den Kirchensaal der Bethlehemkirche an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Büderich ein.
„Wer sind die Kurden? – Eine Annäherung aus verschiedenen Blickwinkeln“. Am Freitag, 2. Oktober, 18 bis 21 Uhr, berichten Kurdinnen und Kurden aus der Türkei, aus Syrien sowie dem Iran und Irak über ihre Volksgruppe und ihre Geschichte. In einem kurzen Film werden die historischen und politischen Zusammenhänge erläutert. Im Anschluss bleibt bei typischen Gerichten aus den kurdischen Regionen Zeit für Austausch und Diskussion. Ort des Geschehens ist das Begegnungszentrum der Diakonie Krefeld & Viersen im „Pappkarton“ am Fouesnantplatz 6 in Meerbusch-Strümp. Ebenfalls im „Pappkarton“ gibt es am Sonntag, 4. Oktober, 14 bis 18 Uhr, einen Nachmittag unter dem Motto „Ohne Grenzen – Sport verbindet“. Bei unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten und beim anschließenden gemeinsam Grillen ist Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und einander kennenzulernen.
Das städtische Familienzentrum „Sonnengarten“ am Laacher Weg in Büderich ist die Kindertageseinrichtung mit dem höchsten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Meerbusch. Unter dem Motto „Unsere Welt im Familienzentrum“ dreht sich dort die ganze Woche um interkulturelle Themen, Aktionen und Spiele.

