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Falsche Mitarbeiter von Bank und Polizei in Meerbusch erfolgreich

Am Samstag (03.04.) erhielt die Polizei Kenntnis von einem erfolgreichen Trickbetrug, bei dem sich Unbekannte zunächst als Mitarbeiter einer Bank und anschließend als Polizisten ausgaben und so an die EC-Karte einer Seniorin kamen. Die Meerbuscherin hatte gegen 15 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters erhalten, der ihr von einem vermeintlich verdächtigen Zugriff auf ihr Konto berichtete, von dem nun bereits ein vierstelliger Betrag abgebucht worden sei. Zudem stehe ihr Name auf einer Liste von Wohnungseinbrechern. Nun wolle man zur Sicherheit die EC-Karte und nach Möglichkeit auch weitere Wertgegenstände von der angeblich bereits informierten Polizei abholen lassen. Sie könne sich, so der „Bankangestellte“, natürlich von der Echtheit des Anrufs überzeugen, indem sie nicht auflegen, sondern gleich die 110 wählen sollte. Dies tat die Seniorin und ein weiterer Gesprächspartner – diesmal angeblich von der Polizei – bestätigte die Geschichte. Gegen 15:30 Uhr klingelte der bereits angekündigte „Kriminalbeamte“ bei der Meerbuscherin an der Oststraße und nahm die Karte in Empfang. Dass es sich hierbei keineswegs um echte Mitarbeiter von Bank und Polizei handelte, sondern um Betrüger, wurde erst im Nachhinein bekannt. Der vermeintliche Polizeibeamte, der die Karte abgeholt hatte, soll etwa 30 bis 40 Jahre alt, circa 175 bis 180 Zentimeter groß und von normaler Statur gewesen sein. Er hatte kurze dunkle Haare und dunkle Augen und war bekleidet mit einer Jeanshose und einer weißen FFP2-Maske. Sein Erscheinungsbild erschien nach Zeugenaussagen „südländisch“, vermutlich „türkisch“, er sprach jedoch aktzentfrei Deutsch.

Zeugen, die Hinweise zur Identität des Unbekannten geben können, werden gebeten, sich unter der Nummer 02131 300-0 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.


Betrüger gehen sehr geschickt vor, überrumpeln ihre Opfer oder setzen sie gezielt unter Druck – mit unterschiedlichen Maschen. Eines ist ihnen jedoch gemein: das Opfer soll gar nicht dazu kommen, nachzudenken. Machen Sie sich bewusst: Die Polizei wird Sie niemals nach dem Aufbewahrungsort Ihrer Wertgegenstände und Ihres Bargelds fragen und es für Sie „sicher aufbewahren“ wollen. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten, PIN-Nummern oder Ihre Vermögensverhältnisse preis.

Bitte beachten Sie auch: Wenn ein Telefongespräch einmal besteht, bleibt das so, auch wenn Sie zwischendurch eine andere Nummer wählen! Erst, wenn Sie wirklich aufgelegt haben, ist das Gespräch mit dieser Leitung beendet. Auch der Notruf der Polizei kann nicht aus dem laufenden Gespräch heraus angerufen werden. Legen Sie auf und wählen Sie bewusst die 110 in solch einem Fall. Generell gilt: Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie Opfer eines Betruges geworden sind, entweder über 02131 300-0 oder über den Notruf 110.

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