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Sascha Klein ist erster Energiemanager der Stadtverwaltung

Ressourcen schonen und Kosten sparen ist oberstes Gebot.

Ist die Heizungstechnik optimal dimensioniert und eingestellt, arbeiten die Lüftungssysteme effizient und ist die Beleuchtung der Arbeitsplätze ideal? Etliche Herausforderungen, die sich im modernen Gebäudemanagement täglich stellen, drehen sich um die Themen Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Anspruchsvolle Umweltstandards und nicht zuletzt sprunghaft steigende Energiekosten zwingen auch die Meerbuscher Stadtverwaltung, ihre Gebäude energetisch konsequent auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.

„Das gilt selbstverständlich für die zahlreichen städtischen Neubauten, die derzeit entstehen, aber vor allem auch für den großen Gebäudebestand vom Rathaus über Schulen und Kitas bis zum Hallenbad“, sagt Sascha Klein. „In jedem System gibt es Verbesserungspotential.“ Seit 1. Februar ist der 33-jährige Meerbuschs erster städtischer Energiemanager und Mitarbeiter im Immobilienmanagement der Verwaltung. Zuvor sammelte der Ingenieur für Elektrotechnik und Energiewirtschaftsmanager unter anderem bei BP Gelsenkirchen (früher VEBA-Raffinerie) und beim Henkel-Konzern in Düsseldorf Berufserfahrung in der Industrie.

In Meerbusch soll er nun ein praktisches Energiemanagement einführen, pflegen und weiterentwickeln. Ziel ist es ganz konkret, kurz-, mittel- und langfristige Energiesparmaßnahmen für den „Großbetrieb Stadtverwaltung“ zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei sollen auch aktuelle Förderprogramme von Bund und Land ausgemacht und genutzt werden. Und davon gibt es viele: Auch Sascha Kleins Einstellung als Energiemanager ist Ergebnis einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), für die sich die Stadt Meerbusch erfolgreich beworben hat. „Der Förderzeitraum erstreckt sich über drei Jahre, wir wollen die Arbeit aber auch über diesen Zeitraum hinaus auf jeden Fall aktiv weiterbetreiben, weil wir unsere Energiekosten nachhaltig weiter senken und Ressourcen schonen wollen“, so der Technische Beigeordnete der Stadt, Andreas Apsel. „Mit Sascha Klein haben wir einen absoluten Fachmann auf seinem Gebiet gewinnen können.“

Ansatzmöglichkeiten für Kleins Arbeit gibt es reichlich, obwohl die Stadt Meerbusch schon seit über zwei Jahrzehnten ganz gezielt energiesparend baut und auch ihre Bestandsgebäude systematisch umrüstet. Schon im Jahr 2010 wurde mit der Stadtbibliothek am Dr.-Franz-Schütz-Platz das erste städtische Gebäude errichtet, das durch seine moderne Haustechnik annähernd Passivhausstandard und nahezu emissionsneutral läuft. Im Jahr 2017 wurde das bis dato als „Hauptenergieschlucker“ geltende Hallenbad kernsaniert und energetisch auf neuesten Stand gebracht. Schon in den 1990er Jahren hatte das Umweltamt mit seinem Projekt „Rationelle Energieverwendung an Meerbusch Schulen“ (REMS) zahlreiche Nachahmer gefunden. Dementsprechend setzt das städtische Energiemanagement neben moderner Technologie auch auf Aufklärung und Sensibilisierung der Gebäudenutzer: „Ist die Heizung im Büro zu hoch aufgedreht, wird falsch gelüftet oder brennt hier und da unnötig Licht?“ Oft seien es neben technischer Umrüstung auch ganz einfache Verhaltenstipps, die Wirkung zeigen, weiß Sascha Klein.

„Der Gebäudebestand der Stadt ist beeindruckend“, sagt Klein. „Kein Gebäude ist gleich, Nutzung, Alter und Bauweise sind individuell verschieden. Das ist eine Herausforderung. Aber genau diese habe ich mit meinem Wechsel nach Meerbusch gesucht.“