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Modernes Trainingsangebot für Vereins- und Freizeitsportler mit Kunststoffbahn und Flutlicht

Am Krähenacker in Osterath haben die Bauarbeiten für die neue Leichtathletik-Anlage begonnen.

Freuen sich auf die neue Anlage (von rechts): Bürgermeister Christian Bommers, Markus Weidemann, Peter Dietz und Michael Betsch.

Freudige Nachricht für den Meerbuscher Vereins- und Freizeitsport: Im städtischen Sportpark am Krähenacker haben die Arbeiten zum Bau der neuen Leichtathletikanlage begonnen. Bürgermeister Christian Bommers informierte sich zum Baustart vor Ort über den Ablauf des Projekts, das – wenn alles glatt läuft – Ende Oktober fertiggestellt sein könnte. „Ich bin sehr froh, dass wir hier – unterstützt mit rund 800.000 Euro Fördermitteln des Landes und des Bundes – eine moderne Anlage bauen können. Im Bereich Leichtathletik hatten wir eindeutig Nachholbedarf“, so Bommers.

Derzeit sind am Krähenacker die Landschafts- und Tiefbauer am Zug. Der Aufwand zum Baustart ist beträchtlich: Rund 3.000 Kubikmeter Boden müssen bewegt werden, um die baulichen Voraussetzungen zu schaffen. Unter anderem werden dazu die alte Aschelaufbahn samt Tragschicht abgetragen und Gräben für die aufwendige Entwässerung der Anlage ausgehoben. Anschließend rücken die Elektriker an, um sechs Flutlichtmasten mit LED-Technik zu setzen und die nötigen Stromleitungen zu ziehen. Wenn alles fertig ist, werden sowohl die Laufbahnen als auch das Rasenspielfeld in den Abendstunden beleuchtet sein. Für die Läufer und Jogger fährt das Flutlicht auf zehn Prozent Auslastung, wird zusätzlich Fußball gespielt, kann die volle Leuchtkraft genutzt werden. Das Licht für die Laufbahn lässt sich dazu übrigens auch individuell einschalten. Nach einer Stunde erlöschen die LEDs langsam von selbst. Um 22 Uhr endet der Flutlichtbetrieb.

Im dritten Bauabschnitt wird ein Spezialunternehmen schließlich die vier neuen, jeweils 400 Meter langen Kunststoffbahnen verlegen. Vor den Zuschauerrängen gibt es sechs Bahnen für 100- und 60 Meter-Läufe. Hinzu kommen Einrichtungen für Weit-, Drei-  und Hochsprung sowie für Speerwurf und Kugelstoßen. Experten des Deutschen Leichtathletikverbandes haben die Planer aus dem Rathaus beraten, damit alles bestens passt. „Das neue Angebot kommt den Osterather Leichtathleten und allen Meerbuscher Vereinen mit Leichtathletikabteilung zugute. Aber auch Freizeitsportler können zum Training kommen, wenn es der Vereinsbetrieb zulässt“, so Michael Betsch, der als Bereichsleiter unter anderem für Meerbuschs Grünflächen und Sportanlagen zuständig ist.

Der Wunsch, eine zentrale, gut ausgestattete und obendrein ganzjährig nutzbare Leichtathletik-Anlage für Meerbusch zu errichten, stammt aus dem Sportstättenentwicklungsplan der Stadt Meerbusch, der 2018 gemeinsam mit der Politik, sportinteressierten Bürgern und Vertretern der heimischen Sportvereine erarbeitet wurde. Nach dem Bau mehrerer Kunstrasenplätze, die vor allem den Fußballern dienen, sollten demnach auch die Leichtathleten bessere Bedingungen für ihren Sport bekommen. „Die Leichtathletik treibenden Meerbuscher Vereine haben sich schon frühzeitig auf den Standort Krähenacker geeinigt, und ich glaube, die Entscheidung war goldrichtig“, so Peter Dietz, der das Projekt als Vorsitzender des Stadtsportverbandes und des Osterather Turnvereins (OTV) begleitet. Hinzu kam, dass die alte Asche-Laufbahn Am Krähenacker wegen defekter Drainage insbesondere nach längerem Regen nicht mehr nutzbar war.

Anwohner können den laufenden Bauarbeiten übrigens gelassen zusehen. Um die umliegenden Wohngebiete nicht mit Lkw-Verkehr zu belasten, hat Markus Weidemann, Planer und Bauleiter des Projekts, eigens eine Baustellenzufahrt direkt zur Westumgehung einrichten lassen.

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