WIR SIND MEERBUSCH: *Eine Gemeinschaft - *8 Stadtteile - *unzählige Möglichkeiten

Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ in der Stadtbibliothek: Von Lebenswirklichkeiten und Vorurteilen

„Frauen im geteilten Deutschland“ heißt der Titel einer Wanderausstellung, die am Freitag, 6. März, 15.30 Uhr, in der Stadtbibliothek am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich eröffnet wird. Die Ausstellung, die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gestaltet wurde, beschäftigt sich mit den Lebenswirklichkeiten von Frauen im Osten und Westen Deutschlands. Dazu werden auch die überzeichneten Klischees beleuchtet, die das Frauenbild hier wie dort von der Gründung der DDR 1949 bis zur Wiedervereinigung 1990 geprägt haben: die vermeintliche „Rabenmutter“ im Osten, die ihre Kleinen schnellstmöglich in die Kinderkrippe gibt, um arbeiten zu können, und das „Heimchen am Herd“ im Westen, bei dem sich scheinbar alles nur um Mann, Kinder und Haushalt dreht.

Mit zahlreichen Fotos zeigt die Dokumentation gesellschaftliche Entwicklungen in BRD und DDR nach, von denen Frauen direkt betroffen waren. Dabei geht es um die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt, um die Institution Ehe oder auch um die staatliche Kinderbetreuung. Claudia Müllejans, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, hat die Dokumentation, die Unterschiede wie Gemeinsamkeiten gleichermaßen deutlich macht, anlässlich des Internationalen Frauentages nach Meerbusch geholt.

Zu besichtigen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek: dienstags und freitags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 15 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr. Zur Eröffnung am 6. März, spricht Bürgermeister Christian Bommers, eine Einführung ins Thema gibt die durch ihre Stadtführungen bekannte Meerbuscherin Claudia Kuhs. Der Eintritt ist kostenlos.