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Frühjahrsputz für Meerbuschs Brunnen

Bevor am Mataré-Brunnen in Büderich wieder das Wasser sprudelt, müssen Pumpe und Zisterne kontrolliert sowie die Becken gereinigt werden.

Bis Oktober plätschern wieder die Wasserspiele im Stadtgebiet.

Grün-braunes Wasser schwappt über den Beckenrand, Blätter fliegen im hohen Bogen durch die Luft. Mit einem Hochdruckreiniger wird der Brunnen am Landsknecht in Büderich wieder auf Vordermann gebracht. Nach der Winterpause soll der Mataré-Brunnen wieder glänzen und fröhlich sprudeln- wie die restlichen elf Brunnen und Wasserspiele im Stadtgebiet.

„Von Oktober bis Ostern sind die Brunnen wegen der Frostgefahr üblicherweise abgestellt. In dieser Woche werden wir nach und nach die Brunnen reinigen und die Pumpen wieder zum Laufen bringen“, erklärt Christoph Theisen. Er ist Elektriker bei der Stadtverwaltung und kümmert sich gemeinsam mit seinem Installateur-Kollegen Sascha Gesse, um die Wartung der Pumpen und die Kontrolle der 2000-Liter fassenden Zisternen.
Weil sich in den Schächten unter der Erde gefährliche Gase bilden können, sind vor dem Abstieg in den Untergrund zunächst entsprechende Messungen nötig. Auch eine Absicherung ist notwendig, wenn die Männer teils fünf Meter in die Tiefe steigen um die Funktionsfähigkeit der Pumpen zu kontrollieren. „Wir werden einmal im Jahr in puncto Sicherheit fortgebildet“, so Theisen. Ihm ist auch wichtig, dass die Brunnen so lange wie möglich laufen. Daher wird auch die Technik regelmäßig erneuert, sodass der Verbrauch von Strom und Wasser stetig sinkt.

Am Mataré-Brunnen am Büdericher Landsknecht sind neben Theisen und Gesse auch die städtische Grünkolonne und der Fachbereich Straßen und Kanäle mit dem großen Saug- und Spülwagen im Einsatz. Während sich die Grünkolonne um das Umfeld des Brunnens kümmert- Unkraut jätet und Müll entfernt- gehen die Kollegen vom Saug- und Spülwagen mit einem Hochdruckreiniger dem hartnäckigen Schmutz in den Becken des Brunnens an den Kragen. „Bei den kleineren Brunnen ist ein nicht ganz so hoher Aufwand nötig“, so der Experte.

Hin und wieder sind aber auch größere Reparaturen an den Wasserspeiern oder Becken notwendig. „Vandalismus ist da leider ein großes Problem. Beispielsweise durch Müll. Denn auch dadurch kann die Technik beschädigt werden. Noch schlimmer ist es, wenn die Brunnen beschmiert oder Böller in die Spuckfiguren gesteckt werden und diese zerstören. Das ist leider alles schon vorgekommen“, berichtet Theisen.

An einigen Brunnen nagt aber auch einfach nur der Zahn der Zeit, wie an einer Figur am „Kinderbrunnen“ an der Büdericher Dorfstraße. Diese hat sich von innen zersetzt und muss nun erneuert werden. „Dabei kann man nicht einfach hingehen und die Figur austauschen. Häufig sind die Brunnen von Künstlern erstellt worden. Vor einer Reparatur muss also auch der städtische Kulturbereich eingebunden werden und die Genehmigung erteilen“, berichtet Theisen.

Nach und nach werden nun im Laufe der Woche alle Brunnen und Wasserspiele im Stadtgebiet geprüft und wieder auf Vordermann gebracht. Dann heißt es: Wasser marsch.

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